Machbarkeitsstudie Wind- und Solarenergie im Ruhrverbandsgebiet

Arbeitsgebiet: Windkraftanlagen

Kurzbeschreibung

Ziel der Machbarkeitsstudie war es, auf den Verbandsanlagen bzw. in den Gebieten des Ruhrverbandes geeignete Standorte für die Errichtung von Windkraftanlagen zu bestimmen. Dabei waren die örtlichen Rahmenbedingungen ebenso zu berücksichtigen wie die Genehmigungsfähigkeit und die damit im Zusammenhang stehende Möglichkeit, einen Teil des erzeugten Stroms an relevanten Verbrauchsstellen des Ruhrverbands (Kläranlagen, große Pumpwerke etc.) selbst zu verbrauchen.
Ausgehend von einer flächendeckenden groben Einschätzung im Verbandsgebiet wurden 12 potentielle Standorte einer genaueren Analyse unterzogen.

Konkret bearbeitete Inhalte

  • Flächenanalyse zur Erfassung aller evtl. in Frage kommenden Windkraftstandorte auf Flächen des Ruhrverbandes durch Kombination entsprechender GIS-Informationen (Kläranlagenstandorte, Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete u .a.) unter Berücksichtigung nicht im GIS-Format vorliegender geografischer Informationen (Windvorranggebiete, Lage von Wohngebieten u. a.)
  • Eingrenzung der Kläranlagen- und Pumpwerksstandorte anhand des Kriteriums der 50%igen Eigenstromnutzung unter Berücksichtigung der am Markt verfügbaren Groß-Windkraftanlagen.
  • Grob-Prüfung von 10 Standorten in der unter Schritt 1 und 2 eingegrenzten verbraucherunabhängigen Standorte sowie der Kläranlagen- und Pumpwerksstandorte hinsichtlich der Rahmenbedingungen des Standortes (Lage, Umgebung, Gegebenheiten der Kläranlage, Zuwegung, Baugrundverhältnisse, elektrische Anbindungsmöglichkeit) und genehmigungsrechtlicher Aspekte.
  • Detailliertere Prüfung von 5 herausgearbeiteten Standorten hinsichtlich der möglichen Stromerzeugung sowie aller betrieblichen Aspekte, die für die Stromnutzung relevant sind. Darauf aufbauend wurden die Investitionen abgeschätzt und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen an Hand des Vergleichs von Jahreskosten und Jahresnutzen durchgeführt. In diesem Rahmen wurde auch eine Kostenvergleichsrechnung nach LAWA-Leitlinien unter Berücksichtigung erreichbarer Windenergieerträge, dem Energieverbrauch der Kläranlage sowie den Konditionen des Strombezuges durchgeführt.