Neubau Ozonung, Sandfiltration und FM-Anlage auf der Kläranlage Schloß Holte-Stuckenbrock

Arbeitsgebiet: Innovative Verfahren der Abwasserbehandlung

Bearbeitete Anlagenteile

  • Neubau Zwischenhebewerk als Schneckenhebewerk
  • Neubau Ozonanlage zur Spurenstoffelimination
  • Neubau Sandfiltration als aktive Nachbehandlung des ozonierten Abwassers
  • Neubau FM-Anlage für die Phosphorelimination (Nachfällung)
  • Neubau eines Maschinengebäudes zur Unterbringung der erforderlichen Maschinen-, Mess-
    und Elektrotechnik
  • Neubau eines Umgehungsschachts
  • Verkleinerung des bestehenden Schönungsteiches

Projektbeschreibung

In einer von der PFI erstellten Studie zur Spurenstoffelimination auf der Kläranlage Schloß Holte-Stukenbrock wurde ein erheblicher Einfluss des Kläranlagenablaufes auf die Spurenstoffbelastung des Vorfluters Wapelbach festgestellt. Zur Reduzierung des Spurenstoffeintrags und der damit verbundenen Verbesserung der ökologischen Gewässerqualität wurden im Rahmen der Studie Varianten zur Spurenstoffelimination für die Kläranlage Schloß Holte-Stukenbrock aufgestellt und miteinander verglichen. Der umfassende Variantenvergleich ergab, dass eine Ozonanlage inkl. einer Nachbehandlung des ozonierten Wassers in dem vorhandenen Schönungsteiches die wirtschaftlichste Verfahrensvariante zur Spurenstoffelimination auf der Kläranlage Schloß Holte-Stukenbrock darstellt.

Aufgrund der novellierten Klärschlammverordnung und der sich daraus ergebenen zukünftig ggf. benötigten Schlammlagerflächen auf dem Kläranlagegelände, konnte der Schönungsteich nicht mehr dauerhaft als Nachbehandlung für die Ozonanlage vorgesehen werden, da dieser aufgrund der beengten Platzverhältnisse möglicherweise für die Schlammlagerung aufgegeben werden soll. Ein von PFI aufgestellter Variantenvergleich ergab, dass unter diesen neuen Voraussetzungen eine kontinuierliche Sandfiltration die vorzuziehende Nachbehandlung für das ozonierte Abwasser darstellt.

Für die biologisch aktive Nachbehandlung des ozonierten Abwassers ist eine Fällmitteldosierung im Zulauf zur Sandfiltration nicht erforderlich. Die Stadt Schloß Holte-Stukenbrock hat jedoch beschlossen im Rahmen der geplanten Neubaumaßnahmen von Ozonanlage und Sandfiltration eine zusätzliche Fällmittellager und eine Dosierstation zu errichten, um zukünftig über eine Nachfällung im Zulauf zur Sandfiltration eine vermehrte Phosphorelimination erzielen zu können. Dadurch können die Ablaufwerte der Kläranlage weiter verbessert werden, was wiederum zu einer weiteren Reduzierung der Belastung des Vorfluters führt.

Projektdaten

  • Ausbaugröße KA                      60.000      EW
  • Angeschlossene Einwohner   26.100       E
  • Einleitungswassermenge       560             m³/0,5h
  • Angeschlossene Industrie      Textilindustrie

Leistungsumfang

  • Machbarkeitsstudie zur Spurenstoffelimination
  • Objektplanung Ingenieurbauwerke (Lph. 1 – 8)
  • Fachplanung verfahrens- und
    maschinentechnische Ausrüstung
    sowie EMSR-Technik (Lph. 1 – 8)
  • Derzeit in Ausführung (Lph. 5 + 6)