Entflechtung der Rohschlammbehandlung durch Erweiterung um eine maschinelle ÜS-Eindickung auf dem Klärwerk Bad Pyrmont

Arbeitsgebiet: Eindickungsanlagen

Kurzbeschreibung

Im Rahmen der Sanierung des aus den 1970er Jahren stammenden Faulbehälters (VFB = 2.000 m³) wurde dieser einschließlich der zugehörigen Maschinentechnik umfangreich in den Jahren 2006 bis 2008 saniert. Weiterhin erfolgte der Neubau der Gasverwertung mit Gasspeicher, Mikrogasturbine und Sicherheitsgasfackel.

Der im Rahmen der Abwasserreinigung anfallende Überschussschlamm wurde bislang in das kombinierte Vorklär- und Ausgleichsbecken eingeleitet, in dem eine Vermischung mit dem Primärschlamm erfolgte. Die reine statische Eindickung war stark vom Abwasserzulauf abhängig und unzureichend. Um eine Entkoppelung zu erreichen, wurde eine separate maschinelle Überschussschlammeindickung, die als Siebbandanlage ausgeführt wurde, im Gebäude der bestehenden Werkstatt installiert. Durch den Neubau von Werkstatträumen konnten die bestehenden Räumlichkeiten, die sich im Kellergeschoss des Primärschlammpumpwerkes befinden, optimal genutzt werden. Die Beschickungsmenge für den Faulbehälter wurde so von in Summe 82 m³/d auf 60 m³/d reduziert.

Technisches Konzept

Entflechtung Rohschlammbehandlung

  • separate maschinelle ÜS-Eindickung in Form einer Siebbandanlage
  • separate Eindickung des PS

Reduzierung Beschickung Faulbehälter

  • Erhöhung Abbaugrad
  • Reduzierung Schlammmengen
  • Steigerung Gasertrag

Ergebnisse

  • 20 % Steigerung des TS-Gehaltes beim Primärschlamm
  • 80 % Reduzierung der Überschussschlammmenge
  • 25 % Erhöhung der Aufenthaltszeit im Faulbehälter
  • ca. 10 % Erhöhung Abbaugrad, Reduzierung Schlammengen, Steigerung Gasertrag

Wichtige Projektdaten

Überschussschlammeindickung
Siebbandeindickung             1 x 20 m³/h
ÜSS TS-Gehalt roh                     0,8 % TR
ÜSS TS-Gehalt eingedickt         6,5 % TR
PS TS-Gehalt eingedickt            3,5 % TR

Leistungsumfang

  • Objektplanung Ingenieurbauwerke (Lph. 1 – 8, örtl. Bauüberwachung)
  • Fachplanung verfahrens- und maschinentechnische Ausrüstung sowie EMSR-Technik (Lph.1 – 8)
  • Tragwerksplanung (Lph. 1 – 6)