Optimierung und Sanierung der Faulturmgruppe auf dem Klärwerk Bad Pyrmont

Arbeitsgebiet: Stabilisierungsanlagen

Kurzbeschreibung

Zur Überprüfung des aus den 70er Jahren stammenden Faulbehälters (VFB = 2.000 m³) wurde dieser erstmals entleert und gesäubert. Nach Inspektion musste er von innen teilweise gesandstrahlt und in Teilen neu beschichtet werden. Außerdem wurden alle gas- und schlammführenden Rohrleitungen und Armaturen im Inneren sowie dort, wo erforderlich, auch im Außenbereich erneuert. Dabei wurde die außenliegende Umwälzung beibehalten. Die äußere Wärmedämmung und Verkleidung des Behälters sowie der Blitzschutz wurden komplett ersetzt. Ebenfalls saniert wurden die Nacheindicker. Die abgängige Außentreppe zum Behälterkopf wurde durch eine freistehende Wendeltreppe ersetzt. In den folgenden Bauabschnitten sollen eine maschinelle Überschussschlammeindickung sowie ein BHKW zur Faulgasverwertung einschl. Gasspeicher installiert werden.

Technisches Konzept

Faulbehälter

  • Betonsanierung innen
  • Sanierung masch.- u. elektr. Installation innen
  • Erneuerung der Wärmedämmung und Verkleidung außen, Treppe außen

Entflechtung Rohschlammbehandlung

  • separate maschinelle ÜS-Eindickung

Einrichtung Faulgasverwertung

  • Installation eines Gasspeichers (V = 400 m³)
  • Installation eines BHKW (Mikro-gasturbine, 100 kWel)

Faulschlammeindicker

  • Betonsanierung
  • Umnutzung als Faulschlammvorlage

Ergebnisse

Ca.  75 % Deckung des Stromverbrauches des Klärwerks durch Eigenerzeugung
Ca. 100 % des Wärmebedarfes des Klärwerks durch BHKW-Abwärme

Projektdaten

Schlammfaulung
Faulturm                                1 x 2.000 m3
Nacheindicker                          2 x 250 m³
Schlammmengen                         82 m3/d
Gasmengen                                 860 m3/d

Leistungsumfang

  • Konzeptstudie zur Optimierung Faulturmgruppe
  • Objektplanung Ingenieurbauwerke (Lph. 3, 5 – 8, örtl. Bauüberwachung)
  • Fachplanung verfahrens- und maschinentechnische Ausrüstung sowie EMSR-Technik (Lph. 3, 5 – 8)