Neubau einer Klärschlammtrocknungsanlage, Optimierung auf der Kläranlage Holzminden

Arbeitsgebiet: Trocknungs- und Verbrennungsanlagen

Kurzbeschreibung

Die Kläranlage Holzminden wird in großem Maße mit industriellen Abwässern belastet. Die dadurch bedingte Schlammqualität macht eine thermische Entsorgung notwendig. Die Kläranlage trocknet den anfallenden Klärschlamm in einer zweistufigen Trocknungsanlage. Nach der Entwässerung wird der Schlamm in einem Silo zwischengespeichert, dann durch die Trocknungsanlage geführt, anschließend über einen Trogkettenförderer in ein Trockengutsilo befördert und schließlich der thermischen Entsorgung zugeführt.

Von 1989 bis 1993 wurde die ursprüngliche Trocknung errichtet. Als erste Stufe wurde ein Dünnschichttrockner installiert, als zweite Stufe ein spezieller Scheibentrockner. Die Anlage wurde für einen werktägigen Betrieb mit einem Schlammdurchsatz von 18.000 t/a ausgelegt, die Wasserverdampfungsleistung für 2.100 kg/h.

Im Jahr 2000 wurde eine Optimierung der Anlage vorgenommen und der zweite Trockner durch einen gebrauchten Dünnschichttrockner ersetzt.

Die zweite Trocknerstufe war im Jahr 2006 abgängig und musste ersetzt werden. Im Rahmen des Austausches wurde die Anlage aufgrund geänderter Schlammverhältnisse vollständig neu bemessen. Schneckentrockner, Lineartrockner und Dünnschichttrockner wurden technisch, betrieblich und wirtschaftlich verglichen. Schließlich wurde ein neuer Dünnschichttrockner installiert.

Projektdaten Klärschlammtrocknung

Wasserverdampfung:            2,1 t/h
Getrockneter Schlamm:   4.500 t/a
Trockensubstanz:                 90% TR

Leistungsumfang

  • Objektplanung Ingenieurbauwerke, Neubau: 1989 – 1993 (Lph. 3 – 9, örtl. Bauüberwachung)
  • Fachplanung verfahrens- und maschinentechnische Ausrüstung sowie EMSR-Technik, Optimierung: 2000 (Lph. 3 – 4)
  • Erneuerung 2. Trocknerstufe: 2006 – 2007 (Lph. 2, 6 – 8)