Erneuerung der zentralen Klärschlammentwässerung auf dem Klärwerk Gümmerwald

Arbeitsgebiet: Entwässerungsanlagen

Kurzbeschreibung

Die Landeshauptstadt Hannover betreibt zur Entwässerung des Klärschlamms der im Verbund betriebenen Klärwerke Gümmerwald und Herrenhausen eine Kammerfilterpressenanlage im Klärwerk Gümmerwald. Die sechs Kammerfilterpressen sind nach rd. 25 Betriebsjahren am Ende ihrer Nutzungsdauer und müssen ersetzt werden.

Basierend auf einer im Vorfeld durchgeführten Machbarkeitsstudie wurden in der Entwurfs-planung zwei mögliche Varianten für die Erneuerung der Schlammentwässerung konkretisiert: Der Einsatz einer neuen Kammerfilterpressenanlage mit sechs Aggregaten sowie die Installation einer Zentrifugenanlage mit vier Maschinen.

Der Vergleich der Varianten zeigt keine eindeutigen Vorteile für eines der Verfahren. Aus technischer Sicht sind beide Verfahren als gleichwertig zu betrachten. Die erreichbaren Entwässerungsergebnisse unterscheiden sich lediglich geringfügig. Für die Schlammentwässerung mit Kammerfilterpressen ist ein geringerer Einsatz von Konditionierungsmitteln und ein niedriger Energieverbrauch erforderlich.

Andererseits sind der Platzbedarf und der Personaleinsatz höher. Bei der Entwurfsbearbeitung wurde deutlich, dass die signifikanten Investitionskostenunterschiede zwischen Kammerfilterpressenanlage und Zentrifugenanlage durch die erhöhten Betriebskosten der Zentrifugenanlage kompensiert werden.

Beide Lösungsvarianten wurden nach der Ausführungsplanung öffentlich ausgeschrieben. Die Anbieter hatten vor Abgabe der Angebote Gelegenheit, an der Anlage Versuche zur Ermittlung von Polymerverbrauch und Entwässerungsergebnis zu machen. Nach Auswertung der Ergebnisse stellt sich die Kammerfilterpressenanlage als wirtschaftlichste Variante dar, die umgesetzt wurde.

Projektdaten

Schlammdurchsatz                     140 m³/Bh
Trockensubstanzgehalt            22 – 23 %TR
Schlammmenge                     16.000 t TR/a

Leistungsumfang

  • Objektplanung Ingenieurbauwerke (Lph. 1 – 3, 5 – 8, örtl. Bauüberwachung)
  • Fachplanung verfahrens- und maschinentechnische Ausrüstung sowie EMSR-Technik (Lph. 1 – 3, 5 – 8)
  • Tragwerksplanung (Lph. 1 – 6)