Erneuerung der Klärschlammentwässerung und Planung der Klärschlammtrocknung auf dem Klärwerk Göttingen

Arbeitsgebiet: Entwässerungsanlagen

Kurzbeschreibung

Die vorhandene, über 20 Jahre alte Schlammentwässerung mit einer Kammerfilterpresse war abgängig. Die Platzverhältnisse in diesem Bereich ließen keinen Um- bzw. Neubau an derselben Stelle zu. Daher wurde ein Neubau mit 2 Zentrifugen auf einem angrenzenden Gelände geplant und umgesetzt. Die Anbindung an die Altanlage erfolgte mit Hilfe eines Rohrkanals und einer Unterquerung des Flusses Lutter mit 3 gedükerten Rohren DN 700. 1 Schlammvorlagebehälter, 1 Zentratspeicher sowie 1 unterfahrbares Dickschlammsilo wurden ebenfalls realisiert. Die Klärschlammtrocknung für den Schlamm aus Göttingen und den Umlandgemeinden wurde planerisch und genehmigungstechnisch ausgearbeitet. Die Räumlichkeiten für eine Schlammannahmestation sind in die Schlammentwässerungshalle integriert.

Technisches Konzept

Rohrkanal mit Dükerung

  • Anbindung an bestehende Rohrkanäle der Faulung, 3 gepresste Rohre DN 700 als Dükerung unter dem Fluss Lutter

Schlammvorlage

  • 1 Schlammvorlagebehälter mit 200 m3 Inhalt, PEHD-Auskleidung, Rührwerk im Mannloch befestigt

Fahrsilo

  • 1 Dickschlammsilo mit 70 m3 Inhalt, unterfahrbar mit hydraulischem Schubboden

Zentratspeicher

  • 1 Zentratspeicher mit 1.000 m3 Inhalt, Rührwerk im Mannloch befestigt

Projektdaten

Schlammentwässerung
Schlammdurchsatz                  66 m³/Bh
Trockensubstanzgehalt              29 %TR
Schlammmenge                  5.000 t TR/a

Klärschlammtrocknung (optional)
Schlammdurchsatz               1,3 tTR/Bh
Trockensubstanzgehalt             90 %TR
Getrockneter Schlamm           8.448 t/a

Leistungsumfang

  • Objektplanung Ingenieurbauwerke (Lph. 1 – 9 komplett für Entwässerung, Lph. 1 – 4 für Trocknung, örtl. Bauüberwachung)
  • Fachplanung verfahrens- und maschinentechnische Ausrüstung sowie EMSR-Technik (Lph. 1 – 9 komplett)
  • Tragwerksplanung (Lph. 1 – 6 komplett)
  • Inbetriebnahme