Biologische Abwasserbehandlung

Belebungsverfahren

Die biologische Stufe ist das Herzstück einer jeden modernen Kläranlage. Unter Ausnutzung der Stoffwechseltätigkeit von Mikroorganismen werden vornehmlich die gelösten Stoffe im Abwasser (organische Kohlenstoff-, Stickstoff- und Phosphorverbindungen) zu einem Teil veratmet und zu einem anderen Teil in neue Biomasse und damit in Feststoffe umgesetzt.
Das Belebungsverfahren ist heute das dominierende biologische Abwasserbehandlungsverfahren.
Es besteht aus einem Belebungsbecken, in dem die Biomasse unter Zuführung von Luftsauerstoff mit dem Abwasser in Kontakt gebracht wird und einem nachgeschalteten Nachklärbecken, in dem die Organismenflocken durch Sedimentation von dem gereinigten Abwasser abgetrennt werden. Durch Kreislaufführung der abgesetzten Biomasse wird eine hohe Organismendichte und damit ein höchst effektiver Stoffumsatz erreicht.

Durch eine geeignete Prozessführung kann mit dem Belebungsverfahren neben dem Kohlenstoffabbau auch eine weitgehende Entfernung der Nährstoffe Stickstoff und Phosphor auf biologischem Weg erzielt werden.
PFI kann diesbezüglich auf eine umfangreiche und hervorragende Expertise verweisen.

Es gibt kaum eine Verfahrenstechnik, welche im Laufe der Jahre nicht großtechnisch durch das Büro realisiert wurde. Dazu gehören auch Eigenentwicklungen und Pilotanwendungen, welche im Rahmen von Forschungsvorhaben wissenschaftlich evaluiert wurden. Zu nennen sind hier z. B. die seiner Zeit ersten großtechnischen Anwendungen der sogenannten Kaskadendenitrifikation und auch der biologischen P-Elimination in Deutschland als Demonstrationsanlagen.

Referenzen zum Thema Abwasser